Dienstag, 28.06. / Tag 10

 

Heute morgen ging es nach dem obligatorischen Waffel-Frühstück erstmal wieder zu Atomic. Wir wollten noch eine CD abholen. Leider hatten die Wu’s die CD jedoch nicht in der Firma, sondern zuhause liegen, sodass wir ausmachten, sie an diesem Abend auf dem Rückweg von Los Angeles zu Hause zu besuchen und dort die CD abzuholen.
Am Tage zuvor hatte Sheena uns noch gefragt, ob wir in die Universal Studios wollten, was wir zu dem Zeitpunkt noch verneinten. Nachdem wir aber gestern doch von der Sehenswürdigkeit von LA recht enttäuscht waren, hatten wir beim Frühstück beschlossen, nun doch im Laufe des Tages dort einen Besuch zu machen.
Als wir dies nun Sheena erzählt hatten, war sie uns fast schon böse, dass wir uns so kurzfristig entscheiden hatten und es nicht am Vortage gewusst haben, da sie – ebenfalls zuhause – einen Coupon liegen hatte mit dem man für 2 Personen nur 1 Eintrittskarte bezahlen hätte müssen. Bei einem Eintrittspreis von 53$ ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Das Zuhause der Wu’s war aber einfach zu weit entfernt um nochmal „kurz“ hinzufahren, also hatten wir halt Pech gehabt und mussten in den sauren Apfel beißen und mit dem Coupon aus unserem Hotel vorlieb nehmen, der aber eben nur 8 $ Ermäßigung beinhaltete.

Wir machten uns auf den Weg nach L.A., immerhin hatten wir am Vortag durch die Sperrung des Hollywood Boulevards die großen Kinos und die Fußabdrücke im Beton vor dem Mann’s Chinese Theater noch nicht sehen können. Kaum waren wir in Los Angeles, standen wir wieder im Stau. Es war ungefähr 10 Uhr morgens, also eigentlich keine rush-hour, aber in Hollywood war Stau. Wie wir später dann sahen, lag das am selben Grund wie gestern, nämlich an der Sperrung des Hollywood Boulevards.

Nach einer gewissen Zeit der Suche waren wir am Parkhaus des Kodak Theaters angelangt und parkten dort unser Auto. Wir hofften, dass es nicht allzu teuer wäre, denn wir wollten ja nicht lange hier parken, und in vielen Parkhäusern, die wir gesehen hatten, musste man oft nur einmal bezahlen und konnte dann beliebig lange drin stehen bleiben. Dass dies natürlich für Kurzparker recht ungerecht war, kann man sich ja vorstellen.
Wir verließen das Parkhaus in das Kodak Theater und machten Bekanntschaft mit dem weltberühmten „roten Teppich“ im Kodak Theater, über den wir nun wie die großen Stars nach der Oscar-Verleihung das Kodak Theater verließen.

Vor dem Kino standen wir nun vor dem abgesperrten Bereich, einer Bühne mitten auf der Straße, die zu einer Preisverleihung gehörte, die zwar im US-Fernsehen übertragen wurde, aber uns Deutschen völlig unbekannt war.
Hier begegneten uns jede Menge Statisten in mehr oder weniger guten Verkleidungen der alten und neuen großen Stars. Charlie Chaplin, Marilyn Monroe, Sponge Bob und Spiderman, um nur einige davon zu nennen.

Direkt neben dem Kodak Theater war das Mann’s Chinese Theater mit seinen berühmten Hand- und Fußabdrücken im Beton vor dem Eingang des Kinos. Und obwohl dort wirklich sehr viele Leute waren, schafften wir es doch ab und zu einige Abdrücke zu fotografieren, ohne dass fremde Füße auf dem Bild waren.

Hier vor diesen großen Kinos lief auch immer noch der Walk of Fame entlang. Und hier sah er so aus, wie wir uns ihn vorgestellt hatten, die Gegend hier war schillernd und glamourös. Ein paar Meter weiter entlang des Hollywood Boulevards entlang war dieser Glamour zwar wieder weg, aber wenigstens auf den 200 Metern hier konnte man ihn spüren. Hier fanden wir auch die Sterne der Stars, die wirklich zu den ganz großen gehörten.

2 Imperiale Soldaten aus Star Wars boten sich uns dann für ein Foto an und als ich fotografiert hatte, wurde mir auf nette Weise mitgeteilt, dass diese verkleideten Jungs nur auf Trinkgeldbasis arbeiten, womit man mir natürlich sagen wollte, dass ich ihnen nun Trinkgeld zustecken sollte. Nachdem ich ihnen beiden zusammen einen Dollar gegeben hatte, den jedoch der linke sofort selbst eingesteckt hatte, machte er mich dann auch noch drauf aufmerksam, dass der rechte ja auch noch was bekommen sollte...also war ich nochmal nen Dollar los. Wenn man sich aber das Foto anschaut, war es das doch wert, oder?

Auf dem Rückweg zum Parkhaus schritten wir noch einmal den roten Teppich entlang durch das Kodak Theater. Bei der Ausfahrt fanden wir dann heraus, dass das Parkhaus nach wirklich geparkter Zeit abgerechnet wird und angesichts der Lage für unsere Parkzeit sogar fast schon als günstig zu bezeichnen war.

Wir fuhren in die Universal Studios. Diese befinden sich inmitten von Hollywood und sind ein eigener Stadtteil, so groß ist der Bereich von „Universal City“. Zuerst mal mussten wir bei der Einfahrt in das Parkhaus 10$ berappen. Wir hätten auch die Möglichkeit des „preferred parking“ gehabt, aber dafür wären wir 17 $ los gewesen. Aber diese 10 Minuten Laufen sollten wir dann doch noch schaffen und so entscheiden wir uns für das günstige Parken.

Im Parkhaus fanden wir auch recht unproblematisch einen Parkplatz und wir verließen das Parkhaus am Ende der großen Einkaufsstrasse, die vor dem Eingang der Universal Studios lag. Diese Einkaufspassage war allerdings so interessant, dass wir immer wieder in die Geschäfte gingen, bei einem Parkplatz direkt vom dem Eingang der Studios hätten wir also bestimmt einiges Sehenswertes verpasst. Und fast schon wie selbstverständlich kauften wir uns auch in diesem Hard Rock Cafe ein Shot Glas für unsere Sammlung.

Vor dem Eingang der Universal Studios hatten wir uns vor der berühmten Universal-Weltkugel fotografiert, bevor wir dann unsere Tickets kauften. Hier gab es ein Problem. Wir hatten unsere Geldbeutel hier in USA sowieso grundsätzlich nicht dabei, das es eigentlich sehr unüblich ist, seine Wertsachen in einem Geldbeutel mit sich herumzutragen. So hatten wir auch nur unsere Kreditkarten und eine relativ kleine Menge Bargeld dabei. Doch unsere Kreditkarten wollte die Kassiererin nun nicht ohne Verifikation über unsere Ausweise akzeptieren, doch die waren ja im Geldbeutel im Hotel. Und mit etwa 70$ Bargeld in der Tasche konnten wir die Tickets nicht bezahlen und erst nach einiger Diskussion und Rücksprache mit ihrem Chef, akzeptierte sie dann die Kreditkarte, wenn die Unterschrift auf der Karte auch wirklich genauso aussieht wie auf dem Beleg, den wir unterschreiben mussten Glücklicherweise klappte das dann auch zu ihrer Zufriedenheit und wir konnten doch noch die rein in den Park.

Zur Veranschaulichung und wen es interessiert, gibt’s hier die Karte des Parks zum download

Gleich zu Beginn des Parks kamen wir an der „Van Helsing“-Geisterbahn vorbei. Am Eingang sahen wir ein Schild, dass diese Attraktion für Kinder unter 11 Jahren eventuell zu gruselig sein könnte. Eigentlich verständlich bei einer Geisterbahn, aber weit gefehlt. Die Amis interessierte dieses Schild nämlich mal gar nicht. Wahrscheinlich wäre die Empörung groß gewesen, wenn hier auch nur eine einzige entblößte Frauenbrust im Park zu sehen gewesen wäre, aber Horror ist für kleine amerikanische Kinder ja völlig harmlos, das schadet denen ja in keinster Weise * kopfschüttel*. Zumindest waren die Eltern der Kinder dieser Ansicht, als sie ihre vielleicht 6 bis 10-jährigen Kinder in diese Achterbahn mit rein nahmen.

Kurz nach dem Eingang in die Achterbahn kamen uns dann aber schon die ersten völlig verängstigten Familien wieder entgegen. Die Kinder waren nach diesen wenigen Metern, auf denen man gerade mal nur eine Einstimmung auf den Grusel dieser Geisterbahn bekommt, schon so eingeschüchtert, dass sie beim Rauslaufen jedes Mal kreischten, wenn sie irgendwas oder irgendeinen der reinlaufenden Besucher berührten.

Auch wir mussten dann feststellen, dass es diese Geisterbahn in sich hatte. Es war zwar nichts ekeliges oder grausames, aber es waren viele unerwartete Erschreckungen. Und diese waren nicht wie aus vielen deutschen Achterbahnen so, dass man sie erwarten hätte können beim durchlaufen, sondern teilweise völlig aus dem Nichts herausgreifende Arme, die versuchten einen anzufassen, und noch einiges dieser Art mehr. Die nervliche Anspannung war auch bei uns mit zunehmender Länge der Geisterbahn immer höher, sodass wir immer versuchten, den Anschluss an die vor uns laufenden Leute nicht abreißen zu lassen, um uns nicht alleine ins unvorhergesehene Dunkel vortasten zu müssen.

 

Nachdem wir diese Attraktion hinter uns gelassen hatten, ging es erstmal durch Strassen, in denen wir die Autos aus „The Fast and the Furious“ herumstehen sahen. War sehr interessant, diese Autos mal ganz aus der Nähe zu sehen, wobei man ehrlich sagen muss, dass zumindest einige davon im Film spektakulärer aussehen.

Nachdem wir am Eingang zu „Terminator 2: 3D“ nach der Wartezeit bis zum Beginn der nächsten Show gefragt hatten und diese Frage mit „etwa 20 Minuten“ beantwortet worden war, entschlossen wir uns, um die Ecke noch eine Kleinigkeit zu essen. Mit einem Burger und Pommes für uns beide zusammen stillten wir in der kurzen Zeit unseren Heißhunger und gingen dann wieder zurück zum Eingang der Attraktion. Dort bekamen wir erstmal 3D-Brillen und liefen durch die Warteschlangenabsperrungen bis zur ersten Präsentationshalle. Uns wurde die „Vorgeschichte“ zur eigentlichen Show, bei der wir dann in einem großen Saal wie in einem Kino saßen, erzählt. In diesem Kino erlebten wir eine spannende und abenteuerliche Show aus realen Schauspielern und Videoprojektionen auf riesigen Leinwänden in 3D, wirklich sehr lebendig und realistisch. Diese Show war einer der Höhepunkte des Universal Studios Theme Parks.

 

Am Ausgang befand sich dann – wie eben immer - ein Souvenirshop, den wir aber nicht näher besichtigten.

Unserer weiterer Weg führte uns dann an einer Kulissendarstellung aus „ein Schweinchen namens Babe“ vorbei, bevor wir zum „Rock Vegas Casino“ kamen, einer an die Flintstones angelehnten Kulisse.

Dort war nebenan auch ein 50s Auto ausgestellt, wo ich von Marilyn Monroe persönlich umarmt wurde :) Immerhin eine Ehre, die anderen Passanten wurden nicht so heiß begehrt ;)

Die nächste Attraktion auf unserem Weg durch die Universal Studios war „Shrek 4D“. Das war nicht nur eine 3D-Attraktion wie im Terminator 3D-Kino drin, sondern es bewegten sich dazu auch noch die Sitzreihen. Hat uns sehr gefallen, bei einem Pferderitt in diesem Film, der vor uns lief, „live“ dabei zu sein.

Auf unserem Weg zum „Back to the Future-Ride“ kamen wir an einem Modell eines aufgehängten weißen Hais vorbei, dem wir zu Fotozwecken erstmal den Kopf ins Maul steckten ;)

Vor dem Back to the future-Ride war ein DeLorean ausgestellt, der zur Zeitmaschine aus dem Film umgebaut worden war. Ob es der originale DeLorean aus dem Film war oder nur ein Modell konnten wir leider nicht sagen, aber ich war stolz, dieses Auto aus einem der absoluten Lieblingsfilme meiner Kindheit live zu sehen. Der Ride dagegen war zwar Kult, aber nicht wirklich ein Erlebnis. Mir wurde dabei eher schlecht, da man eigentlich nur auf einer wackelnden Sitzbank sitzt und einen Film vorgespielt bekommt, indem man mit dem fliegenden DeLorean durch Raum und Zeit fliegt. Die größten Attraktionen dabei waren eher die Warteräume, deren Ausstattung aus einigen Kulissenteilen der Zurück in die Zukunft Filme bestand.

 

Jana lies sich nach diesem Ritt erstmal mit Gladiator „Russell Crowe“ fotografieren und danach gabs für uns bei „Doc Browns Chicken“ erstmal was zu essen.

Dann fuhren wir die Studiotour, wo wir auf Wägen durch die Kulissenszenerie gefahren wurden.

Dort entdeckten wir - was wir allerdings erst später auf den Bildern sahen – die Oldtimer, denen wir 2 Tage zuvor auf dem Highway No. 1 begegnet waren. Hier dürfen wir wohl auf einen Film aus den 20/30er Jahren warten, wo diese Prunkstücke auftauchen werden.

Wir fuhren dann durch jede Menge Kulissen, Bäume aus Pappe, Miniaturlandschaften und Jurassic Park Wracks.

Dann durch die Kulisse eines mexikanischen Dorfes, in denen wir zuerst einen Gewitterregen und dann eine Flut simuliert bekamen. Diese Szene ist in vielen Filmen zu sehen, nur jedes Mal aus einer etwas anderen Perspektive gefilmt.

Dann gings durch diverse Western-Szenarien und immer wieder in Hallen hinein bzw. hindurch. Auch mit Kingkong hatten wir eine Begegnung im Dunkeln einer Halle.

An einem See wurde für unsere Tour die „Teilung des roten Meeres“ simuliert, sodass wir direkt durch Wasser hindurch fahren konnten.

Und dann gings wieder durch Kulissen. Die meisten Kulissen dort stehen direkt nebeneinander und sind zusammengebaut, sodass man beim Filmdreh nur die Kamera schwenken müsste um in einer völlig anderen Kulisse zu stehen.
Hier wurde uns erzählt, dass in einem Teil dieser Kulissen Europa nachgebaut ist und man nur durch Austauschen der Beschilderung an den Gebäuden jegliches europäisches Land alsKulisse darstellen könnte. Und die Amis haben das wahrscheinlich sogar noch geglaubt, hätten es einem aber übelgenommen, wenn man auch nur etwas annähernd ähnliches über Arizona und New Mexico gesagt hätte ;).

In einer Halle wurde für uns ein Erdbeben in einem U-Bahn Schacht simuliert. Inklusive Überflutung, Einbrechen der Decke und des darüber fahrenden Tanklasters, und der Entgleisung einer U-Bahn.

Dann ging die Tour weiter an der Kulisse des weißen Hais vorbei. Auch hier inszenierten die Universal Studios eine kleine Show, mit Flammen, einem Taucher, der von einem Hai gefressen wird und einem Hai, der direkt neben dem Wagen aus dem Wasser auftaucht.

Im weiteren Verlauf der Tour kamen wir an der neuesten aufgebauten Szene vorbei, und das am Vortage des Premiere des gezeigten Filmes: Krieg der Welten! Hier war ein zertrümmertes Flugzeugwrack aufgebaut und daneben einige verwüstete Häuser. Das lustige, was mir in diesem Moment auffiel, war, dass ein Freund von mir etwa ein dreiviertel Jahr zuvor hier war und diese Flugzeugwracks auch zweimal gesehen hatte – einmal auf dem Weg nach LA und dann in den Universal Studios. Und er hatte auch schon angekündigt, dass es wohl einen Film mit Flugzeugwracks geben würde, womit er ja dann auch Recht behalten sollte.
Also sehr ähnlich wie es uns mit den Oldtimern ergangen war.

 

Wir passierten eine große blaue Fläche hinter einem See, die in vielen Filmen als Kulisse genutzt wurden. Die Truman Show fiel mir dabei auch sofort ein, einige andere wurden uns auf den Monitoren in unseren Wägen vorgespielt.

Eine Halle, in die wir einfuhren, sollte simulieren, wie unser Wagen rotiert. Und das nur durch die Drehung der Außenwand um unseren Wagen herum, denn wir befanden uns in einer Röhre. Und es funktioniert tatsächlich, man hatte immer das Gefühl, der Wagen drehte sich entgegen der Wand, auch wenn einem bewusst war, dass die Schwerkraft immer nach unten zeigte, waren wir uns für einen kurzen Moment nicht sicher, ob wir denn wirklich noch aufrecht in diesem Tunnel standen..

Am Ende der Tour entdeckten wir Magnums berühmten Ferrari zwischen einer Lücke im Zaun und dass ganz in der Nachbarschaft der Universal Studios auch die Warner Brothers ihre Filmstudios hatten.

Nach der Tour und nachdem uns das Tour-Shuttle von der unteren Ebene, wo die Kulissen standen, wieder auf die obere, große Attraktionen-Ebene gefahren hatte, gings per Rolltreppe dann schon wieder nach unten, auf die untere Attraktionenebene. Mehrere sehr lange Rolltreppen fuhren wir hier, bis wir unten angekommen waren. Diese bestanden aus insgesamt 3 Rolltreppen-„Spuren“, welche in jede Richtung schaltbar waren. So fuhren je nach Tageszeit und Bedarf immer 2 Spuren in die mehr benötigte Richtung, und nur eine in die Gegenrichtung.

Unten angekommen standen wir neben der Jurassic Park Wasserbahn, welche wir auch gleich fuhren. Den Foto im Gepäck verstaut, konnten wir bei dieser Fahrt keine Fotos machen, da wir doch empfindlich nass wurden. Aber die Bahn war klasse, hat richtig Spass gemacht, ganz zum Schluss fuhren über eine Schwelle, auf der wir kurz schwerelos wurden, bevor es dann steil nach unten ging und wir mit hoher Geschwindigkeit in ein großen Wasserbecken stürzten. Das war richtig erfrischend an so einem warmen Tag wie heute. Und aufgrund der Temperaturen waren unsere Klamotten auch sehr schnell wieder trocken. Kurz vor dem Eintauchen ins Wasser wird man dann noch fotografiert und man kann das Fotos im Souvenirshop kaufen. 2 Abzüge als Schnäppchen für nur 30 $. Uns genügte dann doch ein abfotografiertes Bild vom Monitor für 0$ :)

Im Souvenirshop fanden wir dann auch die ersten Stofftiere des neuen Streifens Madagascar, der auch in USA noch nicht angelaufen war.

Dann ging sind die neueste Attraktion der Universal Studios. Die Hochgeschwindigkeitsachterbahn zum Film „Die Mumie“. Hier mussten wir unser komplettes Gepäck, also Rucksack, Foto, usw. in ein Schließfach schließen, welches mit einem Fingerabdruck verschlossen und auch wieder geöffnet werden sollte. Dass dies gerade beim Rausholen der Sachen nur sehr unzuverlässig funktionierte und wir 5 Minuten immer und immer wieder den Finger auf den Sensor drücken mussten, bis wir unsere Sachen zurückbekamen, hatte uns, aber vor allem die anderen wartenden Leute nicht gerade erfreut. Was dazwischen war, war aber klasse. Nach recht langer Wartezeit durch Warteschlangen, in denen man sich wie in einer Pyramide fühlte, saßen wir in der Achterbahn. Und es ging ab, der Wagen bescheunigte unglaublich heftig, führ durch den dunklen Raum hin und her und nach unten, um dann irgendwann in einem Raum stehenzubleiben. Dort scheinen von überall Tierchen aus den Fugen zu krabbeln und zu alledem überraschte uns dann noch ein kleiner Wasserniesel, was das Gefühl der krabbelnden Tierchen auf der Haut simulieren sollte. Erstklassige Idee, wenn vielleicht auch nicht gerade ein angenehmes Gefühl. Danach wurden wir wieder heftig bescheunigt – dieses Mal allerdings rückwärts. Und genauso schnell wie vorher vorwärts fuhren wir zurück.

Alles in allem ein recht kurzes, aber tolles Erlebnis, wobei wir es hier bei einem einzelnen Besuch dieser Achterbahn beließen, da wir beide die Belastung durch die ungeheure Beschleunigung im Genick spürten. Mehr wollten wir uns dann nicht mehr antun.

Den Beginn der Special Effects Show ein paar Gebäude weiter, die wir eigentlich noch anschauen wollten, verpassten wir knapp, sodass wir uns entschlossen nochmals den Jurassic Park Ride zu fahren. Da wir uns unbedingt noch die Waterworld-Show auf der oberen Ebene anschauen wollten, aber diese so aufwändig ist, dass sie nicht so oft gespielt werden kann, hatten wir bis zum Beginn der letzten Show um 19.30 Uhr noch etwas Zeit übrig, die es zu überbrücken galt.

Dieses Mal wussten wir ja, was uns im Jurassic Park Ride erwartete und so konnten wir auch ein paar Fotos bei der Durchfahrt machen, bevor wir die Kamera für die abschließende Schussfahrt ins Wasserbecken wieder wegpackten. Dieses Mal saßen wir ganz vorne, was dazu führte, dass wir wirklich klatschnass wurden. Das störte uns aber nicht, wir empfanden es wieder als herrliche Erfrischung. Diese Jurassic Park Bahn war vielleicht nicht der abenteuerlichste Ride des Parks, aber unsere Lieblingsattraktion.

Wieder zurück auf der oberen Ebene, aßen wir eine „Cinnabon Roll“. Diese wird zwar als „the world famous cinnamon roll“ beworben, aber da Europa für die Amis wohl eh nicht so ganz zur wichtigen Welt gehört, muss man diese Rolle hier nicht kennen. Rein vom Geschmack her hätte sie allerdings das Zeug dazu, weltberühmt zu sein, denn sie war einfach megalecker.

Dann gings also einmal quer durch den Park zur Waterworld Show, denn diese befand sich fast am Ein- und Ausgang des Parks.

Dort stellten wir uns erstmal eine ganze Weile an, bis die Arena geöffnet wurde. Als wir eingelassen wurden, hatten sich schon sehr viele Leute angestellt, bestimmt einige hundert. Wir waren aber ganz vorne dran, wenn auch das angesichts der großen Bühnen in dieser Show nicht notwendig gewesen wäre.

Die ersten paar Reihen auf jeder Tribüne waren farbig markiert, da man etwa in diesen Bereich nass werden konnte. Und dass dies auch tatsächlich so war, zeigten uns gleich zu Beginn ein paar „Animateure“. Jede der 3 Tribünen in dieser Arena hatte einen eigenen Animateur und die Zuschauer feuerten jeweils ihren Animateur an, um die Zuschauer der anderen Tribünen mit Wasser zu bespritzen. Daraus entwickelte sich eine regelrechte Wasserschlacht, was die Stimmung des Publikums gleich zu Beginn deutlich anheizte.

Dann begann die Show. Im Wasser und in der ganzen Szenerie stellten die Darsteller, allesamt erfahrende Stuntmen und Stuntwomen, abenteuerliche Szenen dar. Das war wirklich ein Spektakel aus Wasser, Feuer, Explosionen und Rauch und tollen Stunts. Diese Show kann man auf jeden Fall als eine der Hauptattraktionen des Parks bezeichnen.

 

Nachdem wir bei einer vor uns sitzenden Zuschauerin den „Lebkuchenmann“ aus Shrek als Plüschfigur gesehen hatten, machten wir uns nach dieser Show, kurz vor Schließung des Parks noch auf in einen der Souvenirshops. Dort entschieden wir uns für den „Esel“ aus Shrek als Handtasche für Jana für 15$, was angesichts des von uns erwarteten Preises eigentlich recht günstig war.

Beim Weg zum Ausgang kamen wir noch an der Blues Brothers Show vorbei und dann verließen wir den Park nach diesem anstrengenden, aber tollen Tag. Dieser Besuch hatte sich definitiv mehr gelohnt als den Tag irgendwo in L.A. abzuhängen und nicht zu wissen, was man noch machen sollte.

Auf dem Rückweg durch die Einkaufsmeile war es nun schon etwas dunkler geworden, was die bunt beleuchtete Einkaufspassage sehr schillernd machte. Vor dem Hard Rock Cafe gab es eine Open Air Kinovorstellung und vor dem Souvenirshop der Oakland Raiders, die ja früher in Los Angeles ansässig waren, zeigte ich noch, dass ich auch als Footballspieler eine gute Figur machen würde. :-)

Nun machten wir uns noch auf den Weg nach Simi Valley, wo wir bei George und Sheena noch die CD abholen wollten. Wir wurden wie immer von ihnen freundlich empfangen und hatten noch ein bisschen mit ihnen gesprochen und gescherzt. George zeigte uns noch eine Sonnenbrille, bei der er ganz stolz war, dass sie „Made in Germany“ war. Auch wenn man sich über die Optik streiten konnte, aber in USA schien das „Made in Germany“-Image noch deutlich mehr wert zu sein als wir in Deutschland es denken...

Danach fuhren wir in unser Motel nach Oxnard zurück und packten unsere Koffer, am nächsten Morgen wollten wir früh los, da uns ein anstrengender Fahr-Tag bevorstand.

 

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